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 CDU Landesverband Brandenburg
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Bildungspolitik
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Gerechte Zukunftschancen für unsere Kinder
Die CDU Brandenburg steht für ein modernes Bildungssystem, das unseren Kindern gerechte Chancen ermöglicht. Wir wollen Bildungsqualität durch eine individuelle Förderung und durch eine klare Leistungsorientierung. Wir setzen auf klare Qualitätsstandards und eine solide Allgemeinbildung. Lesen, Schreiben und Rechnen sind grundlegende Voraussetzungen für den Lernerfolg in allen Fächern und damit für erfolgreiche Bildungswege.
Erziehung und Bildung sind eine Einheit. Dies beinhaltet die Vermittlung von Werten wie Verantwortungs- und Rechtsbewusstsein, Respekt und Nächstenliebe. Deshalb muss auch in den Kindereinrichtungen und im Unterricht eine entsprechende Wertevermittlung stattfinden.
Mit einer Vielzahl von wichtigen Veränderungen wurde die Leistungsorientierung gestärkt, die Bildungsqualität erhöht und die Bildungsvielfalt verbessert. Die Impulse unserer Bildungsoffensive haben Brandenburg seit 1999 eindeutig vorangebracht. Brandenburg hat laut PISA-Studie im bundesdeutschen Vergleich am meisten zugelegt. Auf diese Erfolge können die Schüler, Eltern und Lehrer stolz sein. Wir wollen diesen klaren Kurs fortsetzen.
Bestandsgarantie für ein vielfältiges Schulsystem
Wir geben den Brandenburgern eine Bestandsgarantie für das vielfältige Schulsystem. Die Durchlässigkeit von Schulformen und Bildungsabschnitten ist dabei zu garantieren. Wir wollen dadurch Ruhe und Verlässlichkeit in der Bildung. Mit uns gibt es keine neuen Strukturdebatten. Experimente in Richtung einer Einheitszwangschule lehnen wir konsequent ab. Vielmehr wollen wir die Qualität des Unterrichts verbessern und die Schüler auf Grundlage ihrer individuellen Stärken fördern und fordern. Wir orientieren uns dabei am Leistungsprinzip und stehen für Bildungsvielfalt. Schulen in freier Trägerschaft sind dabei ein belebendes Element und eine Bereicherung der Bildungslandschaft. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen Ganztagsangebote bedarfsgerecht ausgebaut werden.
Der Unterrichtsausfall ist in Brandenburg immer noch zu hoch. Jeder Schüler hat nicht nur das Recht auf gute Bildung, sondern auch das Recht auf jede einzelne Unterrichtsstunde. Deshalb stehen wir für eine Unterrichtsgarantie. Wir wollen jede Schule durch ein eigenes zusätzliches Finanzbudget in die Lage versetzen, den geplanten Unterricht zu garantieren.
Eine gesicherte personelle Ausstattung werden wir durch die Neueinstellung von mindestens 1.500 neuen Lehrern gewährleisten. Um den Lehrerbedarf in Zukunft zu decken, setzten wir zudem auf Vorverträge für angehende motivierte Lehrkräfte, die somit rechtzeitig für den Schuldienst gewonnen und an unser Land gebunden werden. Die Lehreraus- und -fortbildung ist an die wirklichen Bedürfnisse anzupassen.
Die Schule muss im Ort bleiben. Wir setzen uns für Regelungen ein, die es ermöglichen, Schulen trotz sinkender Schülerzahlen auf dem Land dauerhaft zu erhalten. Einzügigkeit, Kooperationen zwischen Grund- und Oberschulen und die Senkung der Klassenfrequenzen sollen den Schulen im ländlichen Raum als Handlungsoptionen an die Hand gegeben werden, um weiter Unterricht für Schülerinnen und Schüler vor Ort anzubieten. Dabei gilt unser Ansatz, dass die Fahrzeit zwischen Wohnort und Schule für die Schülerinnen und Schüler nicht unzumutbar werden darf. Für Grundschulen sollte die Fahrzeit möglichst nicht mehr als 30 Minuten, für die weiterführenden Schulen nicht mehr als eine Stunde betragen.
Die Selbstständigkeit der Schulen wollen wir erweitern. Vor Ort wissen die Verantwortlichen am besten, welche Lösungen sinnvoll sind. Die Aufgaben und Strukturen der staatlichen Schulämter sind deshalb grundsätzlich zu überprüfen, um die Qualität der Serviceleistungen für die Schulen zu verbessern. Durch einen konsequenten Bürokratieabbau im schulischen Bereich müssen mehr Freiräume für Schulleiter und Lehrer geschaffen werden. Dies kommt der Qualität des Unterrichts zugute.
Gerechte Bildung von Anfang an
Die Bildung und Erziehung unserer Kinder ist eine dankbare Aufgabe voller Herausforderungen. Wir werden den Personalschlüssel in den Kindereinrichtungen ab 2010 deutlich verbessern. Dies dient auch dazu, dass Erzieherinnen und Erzieher wieder Zeit zur Vor- und Nachbereitung von Bildungsaufgaben in der Kita erhalten.
Eine Erzieherin soll im Krippenbereich nicht mehr als sechs Kinder und im Kindergartenbereich nicht mehr als zwölf Kinder betreuen. Die Zusammenarbeit der Kindereinrichtungen mit den Grundschulen ist fortzuführen und qualitativ weiter auszubauen. Die Ausbildung der Erzieherinnen ist mit dem Schwerpunkt frühkindliche Bildung grundlegend zu reformieren.
Eine umfassende Vorbereitung auf die Schulzeit kann durch ein kostenfreies letztes Kita-Jahr ermöglicht werden. Durch altersgemäße Bildung wollen wir allen Kindern einen erfolgreichen Start ins Schulleben ermöglichen. Ziel ist es, Eltern von den Kosten zu entlasten.
Die Entscheidung für eine Schule vor Ort ist für Eltern und Kinder gleichermaßen von Bedeutung. Die CDU möchte mit der Einschulung eine freie Schulwahl einführen. Familien sollen selbst entscheiden können, welches schulische Angebot ab Klasse 1 für die Kinder in Frage kommt.
Die Union steht für Bildungsgerechtigkeit. Das bedeutet, dass auf die besondere Lernsituation der Schüler eingegangen wird. Lernschwache Schüler wollen wir durch die Einrichtung von Praxisklassen, den Ausbau von Fördercamps oder durch Produktionsschulen unterstützen und so die Zahl junger Menschen ohne Schulabschluss deutlich reduzieren. Leistungsstarke und begabte Schüler brauchen die erfolgreichen Leistungs- und Begabungsklassen. Entsprechend dem Beispiel anderer Bundesländer streben wir zudem die Gründung einer Hochbegabtenschule für besonders lernstarke Schüler an.
Wir wollen den Erhalt von Förderschulen. Sie erfüllen als Schwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung wichtige Aufgaben, denn Integration und Förderangebote gehören zur Bildungsvielfalt.
Wir stehen für den Erhalt dieser schulischen Vielfalt. Um dies zu gewährleisten, wollen wir die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung der Lehrerrinnen und Lehrer reduzieren. Dadurch können Lehrer einerseits besser den Unterricht vorbereiten und andererseits mehr Zeit für die individuelle Arbeit mit Kindern aufbringen.
Bessere Bildung - größere Berufs- und Studienchancen
Die CDU setzt sich konsequent für kleinere Klassen ein. In der Grundschule ist die Klassengröße auf maximal 24 Kinder festzulegen. Die Oberschule sowie die Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe sind Grundlage für eine gute Vorbereitung der späteren beruflichen Ausbildung. Wir wollen diese Schulformen durch kleinere Klassen stärken. Mehr Lern- und Lehrzeit ist dringend erforderlich. Deshalb soll die Klassenstärke auf 20 reduziert werden.
An den Gymnasien setzen wir als Studienvorbereitung auf eine bessere Vermittlung von Allgemeinwissen und Grundlagenbildung. Dadurch steht den Abiturienten der Weg für jede Studienrichtung offen. Die CDU wird mit einer Begrenzung auf 24 Schüler pro Klasse bestmögliche Bedingungen dafür sicherstellen.
Bildungsstandards sind der Schlüssel zu verlässlicher und guter Bildung. Deshalb wollen wir ein Deutschlandabitur, das heißt, gemeinsame Standards und Inhalte bei den Abschlussprüfungen mit anderen Bundesländern. Dies bringt neben einem anregenden Wettbewerb vor allem eine Vergleichbarkeit, die unseren Absolventen bessere Startbedingungen für den Eintritt ins Berufsleben eröffnet.
Die Oberschule wird durch eine Durchlässigkeit gestärkt, um bei entsprechenden Leistungen auch nach Klasse 10 an das Gymnasium wechseln zu können. Wir wollen ein erreichbares Angebot für Oberschüler, um das berufliche Abitur auch nach 13 Jahren ablegen zu können.
Die Berufsschulen in Brandenburg ergänzen das vielfältige Angebot und sind deshalb von großer Bedeutung. Wir wollen die Qualität der dualen Ausbildung sichern. Außerdem wollen wir die Ausbildung an den Fachoberschulen durch die Kombination des zweijährigen Bildungsganges mit einer Berufsausbildung aufwerten. Die schulischen Noten sollen gleichberechtigter Bestandteil der Abschlusszeugnisse sein. Es ist darauf hinzuwirken, dass Schulen und Ausbildungsbetriebe in die Erarbeitung der Prüfungsinhalte einbezogen werden. |
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 Impressionen | |
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