23.11.2009, 10:44 Uhr

23.11.09 | MAZ, Quelle: www.maerkischeallgemeine.de
KRIMINALITÄT: Wieder brannten Autos in Potsdam, Fünf Fahrzeuge betroffen

POTSDAM - Im Potsdamer Ortsteil Neu Fahrland wurden erneut mehrere Autos angezündet. Eines der fünf betroffenen Fahrzeuge sei in der Nacht zum Samstag neben einer Garage ausgebrannt, teilte die Polizei gestern mit. Bei vier Wagen konnten die Flammen rechtzeitig gelöscht werden, dennoch wurden sie beschädigt. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Bereits vor gut einem Monat hatte es in Neu Fahrland einen Brandanschlag auf zwölf Autos gegeben, vier Fahrzeuge wurden zerstört. Nun werde von einer Ermittlergruppe untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Anschlägen und denen auf Autos in Berlin gibt, hieß es. Dazu hat die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Hinweise nimmt die Polizeiwache in Potsdam-Mitte unter 0331-55 08 26 24 oder jede andere Polizeistelle entgegen.
Der stellvertretende CDU-Kreischef in Potsdam, Steeven Bretz, erklärte gestern, die erneuten Brandanschläge würden eine „völlig neue Qualität und Dimension von Kriminalität“ in Potsdam bedeuten. „Berliner Verhältnisse dürfen in Potsdam nicht Alltag werden“, erklärte er. Er fordert den Einsatz einer Sonderermittlungskommission.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig stellte einen Zusammenhang zu den Kürzungsplänen bei der Polizei durch den neuen Innenminister Rainer Speer (SPD) her. Speer müsse ein klares Stopzeichen setzen, „damit Neu Fahrland nicht das Brandenburger Pendant zum Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg“ werde, forderte sie. „In dieser kritischen Situation plant der Innenminister, 3000 Stellen bei der Polizei abzubauen und gibt damit die Straße für autonome Gruppen frei, die die Bürger mit ihren Gewaltexzessen terrorisieren.“ (MAZ)