13.01.2011, 09:21 Uhr

13.01.11 | PNN (Quelle: www.pnn.de)
Artikel: Aufräumen in der Bauverwaltung, Nach dauerhafter Kritik ist jetzt radikale Umstrukturierung geplant / Denkmalamt bleibt eigenständig

Von Guido Berg, Henri Kramer und Thorsten Metzner

"... Laut den internen Protokollen aus der Rathausspitze sollte die Öffentlichkeit über die maßgebliche Neuordnung in der Bauverwaltung längst informiert sein. Die Pressesprecher des Rathauses mahnten einen offenen Umgang an. Offensiv wurde die Strategie aber bisher nicht kommuniziert. So soll festgelegt gewesen sein, dass Klipp bei einer Bilanzpressekonferenz Ende 2010 ausführlich über seine Pläne informieren. Er sprach dabei allerdings nur allgemein von einem „Umbau“ , der die Außensicht auf die Verwaltung verbessern solle...
Grünen-Fraktionschef Nils Naber sagte, seiner Fraktion sei versichert worden, dass es keine „Verschmelzung“ von Bauaufsicht und Denkmalpflege geben werde. Nachdem die Pläne bekannt geworden seien, hätten die Grünen „intensive Gespräche“ geführt. Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg forderte, der Denkmalschutz müsse eigenständig bleiben. Schon die im Zuge der Jauch-Kritik getroffene Entscheidung, den Denkmalschutz vom Kultur- in den Baubereich einzugliedern, sei umstritten gewesen, erinnerte Scharfenberg. Zugleich kritisierte er die Informationspolitik. Daran zeige sich, dass die Rathausspitze „nicht vertrauensvoll“ mit den Stadtverordneten zusammenarbeite. Auch der Potsdamer Landtagsabgeordnete Steeven Bretz (CDU) mahnte zu „mehr Fingerspitzengefühl und Sensibilität“. Die bisherige Kommunikationspolitik sei „nicht hilfreich.“

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