07.07.2009, 23:42 Uhr

Bauen: Fraktionen wollen Klarheit zum Bäderbau

In der Stadtverordnetenversammlung regt sich Unmut über die Verschleppung der Planungen für ein neues Freizeitbad. Nachdem Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) vergangene Woche im Hauptausschuss die vergleichende Untersuchung zu den drei bislang benannten Standorten nicht vorlegen konnte und die Abgeordneten auf September oder Oktober vertröstet hat, fordern die CDU und die Linke schnell Klarheit.
Potsdam brauche ein familien- und kinderfreundliches Freizeitbad, das auch für den Schul-, Freizeit- und Breitensport nutzbar ist, erklärte gestern der Christdemokrat Steeven Bretz: „Die Stadtverwaltung muss endlich sagen, was sie will und beabsichtigt.“ Die Menschen solltenerfahren, welche Position die jeweiligen Kandidaten nach der Landtagswahl einnehmen. Das neue Freizeitbad werde nicht ohne Förderung des Landes auskommen. Die Schwimmhalle am Braushausberg sollte abgerissen und das Gebiet rund um den Brauhausberg mit der Speicherstadt grundsätzlich neu entwickelt werden.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg dagegen will die alte Halle erhalten und saniert sehen. Das koste nur ein Drittel des Freizeitbadneubaus, erklärte er gestern. Offenbar versuche die Stadt, den Abriss am Brauhausberg und den Neubau im Bornstedter Feld aus dem kommenden Wahlkampf heraus zu halten. Die Fraktion fordert die Vorlage der Untersuchungsergebnisse.

Scharfenberg beruft sich auf „viele Bürgermeinungen“, die den Erhalt der Schwimmhalle am Brauhausberg wollen. Insbesondere die Bürger am Schlaatz und in der Waldstadt befürchteten eine Verschlechterungen der Bedingungen für den Freizeitsport. Die Bürger müssten in die Standortdiskussion einbezogen werden.

SPD-Stadtfraktionschef Mike Schubert stand Jakobs bei. Der Variantenvergleich brauche Zeit, sagte er. (rai)