26.10.2011, 09:02 Uhr

26.10.11 | PNN (Quelle: www.pnn.de)
Thema: CO2 und Klimabilanz

von Alexander Fröhlich

"Potsdam - In der rot-roten Regierungskoalition, besonders bei der Linksfraktion sorgte die Nachricht am Dienstag für Unruhe: Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) will – wie PNN berichteten – in der Neuauflage der Energiestrategie von den bisherigen Klimazielen seines CDU-Vorgängers Ulrich Junghanns abrücken. Nun sucht die Linke, die sich vor der Landtagswahl 2009 noch gegen neue Braunkohletagebaue ausgesprochen hatte, nach einer Strategie, um das Abrücken von den Einsparzielen beim Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) zu rechtfertigen – mit einem Rechentrick. Christoffers und Linke-Wirtschaftsexperte Thomas Domres haben intern als Linie ausgegeben, dass Brandenburg Strom exportiere, weshalb das dafür ausgestoßene CO2 nicht Brandenburg, aber der Klimabilanz der Importländer zuzurechnen sei, also dort wo der Strom verbraucht wird – Berlin, Südwestdeutschland, Polen und Tschechien. „Wir brauchen eine ehrliche Debatte, wie wir mit der CO2-Bilanz umgehen in Ländern die Storm aus Lausitzer Braunkohle importieren“, sagte Domres...

Lob bekam Christoffers ausgerechnet von der CDU-Fraktion. Deren Energieexperte Steeven Bretz sagt: „Es ist richtig, die Klimaschutzziele an die Realitäten in Brandenburg anzupassen.“ Die Kehrtwende von Rot-Rot zeige aber, „wie die Linke zwischen Utopievorstellungen und Realitätszwängen hin und her gerissen ist“. Es fehle eine Energie- und Umweltpolitik aus einem Guss..."

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