16.01.2014, 07:57 Uhr

16.01.14
Persönliches Statement zur Bilderausstellung im Landtag Brandenburg

Zur Mehrheitsentscheidung des Präsidiums im Potsdamer Landtag, die Ausstellung mit Bildern von Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Horst Wessel, Hilde Benjamin und Stalin zu belassen, gibt der Potsdamer Landtagsabgeordnete Steeven Bretz (CDU) folgendes Statement:

„Ohne Umschweife: Kunst darf streitbar sein; allerdings nicht um jeden Preis und schon gar nicht als Selbstzweck! Diese Ausstellung hat weder einen Bezug zum Potsdamer Landtag, noch ist diese für das kommende Eröffnungswochenende und dem anschließenden Festakt angemessen oder geeignet. Hier hat sich eine Minderheit (Teile der Kunstkommission) verrannt; es fehlt jenen an Größe dies einzugestehen! Diese Ausstellung an diesem Ort und zu diesem Zeitpunkt ist ein Akt von maßloser Instinkt- und Stillosigkeit par excellence. Erinnert werden muss vor allem daran, dass der Landtag Brandenburg erst kürzlich die Landesverfassung geändert und den Kampf gegen Rechtsradikalismus zu einem Staatsziel erklärt hat. Zudem sei an die verabscheuungswürdigen NSU-Morde und den berechtigten Aufschrei bei den Schülerumfragewahlergebnissen der NPD im Süden Brandenburgs erinnert. Und jetzt zeigt ausgerechnet diese Volksvertretung eine solch erklärungsbedürftige Ausstellung: Das ist schlicht beschämend und peinlich! Diese Kritik richtet sich ausdrücklich nicht an den Künstler!"