Märkische Allgemeine
Von Igor Göldner
"ENERGIE: Volten und Attacken, Schlagabtausch im Landtag zur Atomkatastrophe in Japan und zu den Folgen für Brandenburg "Japan war eine Zäsur"...
POTSDAM - Für Steeven Bretz von der CDU war es gestern im Landtag wie ein besonders schwieriger Ritt über den Parcours. Erst der Reaktorunfall in Japan, dann die atemberaubende Wende der eigenen Bundeskanzlerin in der Atompolitik und nun steht eine Aktuelle Stunde des Parlaments ausgerechnet unter dem Motto des einstigen Schlachtrufs der linken Anti-AKW-Bewegung, „Atomkraft? Nein danke“, an. Da kann man als Christdemokrat in diesen Tagen schnell aus dem Tritt geraten.
In dieser unvergnüglichen Lage versuchte Bretz sein Bestes und warf einfach ein Zitat von Helmut Schmidt in die Runde, der ist immerhin Alt-Kanzler von der SPD. Schmidt hatte sich jüngst dagegen ausgesprochen, „die gegenwärtige Dreifach-Katastrophe in Japan für die innerdeutsche Pro- oder Anti-Kernkraft-Diskussion zu missbrauchen“.
Damit war für Bretz alles gesagt. Kein Wort mehr über Kernenergie, Atom-Laufzeiten-Änderung oder Zick-Zack-Kurs seiner Parteifreunde in Berlin. Bretz ging, mit großer Geste und rhetorisch nicht ungeschickt, genüsslich zur Attacke auf Rot-Rot über. Deren Papier für die „Energiestrategie“ liege trotz Termins nicht vor, wetterte er...."
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PNN
Von Thorsten Metzner
"Landtag diskutiert Energiepolitik nach der Lehre aus Japan und meidet Reizthema CCS-Technologie
Potsdam - Trotz absehbarer Konflikte um neue Wind- und Solarparks soll in Brandenburg der Ausbau erneuerbarer Energien forciert werden, wo das Land schon bundesweiter Spitzenreiter ist. Zwar sind sich darin alle Parteien einig, wie sich am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde über nötige Konsequenzen aus der Katastrophe in Japan zeigte...
Der CDU-Abgeordnete Steven Breetz griff die rot-rote Landesregierung an, in der Energiepolitik die Hausaufgaben nicht gemacht zu haben. Er erinnerte daran, dass der Landtag genau vor einem Jahr in einem Beschluss – mit der Mehrheit von Rot-Rot - die Regierung aufgefordert hatte, bis März 2011 eine neuen Realitäten angepasste, überarbeitete Energiestrategie 2020 vorzulegen. „Sie kommen nicht einmal eigenen Beschlüssen nach.“..."
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Nordkurier
Von Johann Legner
"Streit um die Energiewende
PotsdamZwar stehen in Brandenburg keine Atomkraftwerke und alle im Landtag vertretenen Parteien sind sich auch darin einig, dass es so bleiben soll, aber ansonsten streiten sie sich darüber, wie in Zukunft im Bundesland Strom produziert werden soll...
CDU und FDP, im Bund in energiepolitischen Turbulenzen und ohne klaren Kurs, versuchten sich argumentativ in Angriffe auf eine Landesregierung zu retten, die selbst ihre Hausaufgaben nicht mache. Der energiepolitische Sprecher der CDU, Steeven Bretz, warf Rot-Rot vor, im Verzug zu sein mit einer Energiestrategie auf Landesebene..."
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