22.06.2011, 13:59 Uhr

22.06.11 | MAZ (Quelle: www.maerkischeallgemeine.de)
Artikel: „Masse statt Klasse“, Opposition übt heftige Kritik an veränderter Energiestrategie von Rot-Rot

Von Igor Göldner

"POTSDAM - Über die künftige Energie- und Klimaschutzstrategie Brandenburgs ist eine heftige Debatte entbrannt. Auslöser ist das gestern vom Kabinett gebilligte Papier zur „Energiestrategie 2020“, das Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und Umweltministerin Anita Tack (beide Linke) vorlegten. Schwerpunkt darin ist der Ausbau der erneuerbaren Energien und das Werben um mehr Akzeptanz bei den Bürgern (MAZ berichtete). Es handelt sich zunächst um einen Zwischenbericht der Landesregierung an den Landtag. Der Endbericht soll Ende dieses Jahres vorliegen.
Die oppositionelle CDU kritisierte das Papier und nannte es ungenügend. „Es fehlen die grundsätzliche Zielrichtung, klare Prioritäten und ein verbindlicher Zeitplan“, sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Steeven Bretz, gestern der MAZ. Um zentrale Fragen wie den Ausbau der Windenergie würde sich die Landesregierung „drücken“, meinte Bretz. „Es werden immer neue Windkraftanlagen in die Landschaft gestellt, aber es bleibt unklar, wie der dazu gehörige Netzausbau und die Entwicklung der Speicherkapazitäten erfolgen sollen.“ Deshalb trete seine Partei für ein Stopp der wohnortnahen Bebauung mit Windkraftanlagen ein. Bretz hielt den beiden Linken-Ministern Christoffers und Tack vor, mit ihrem Papier lediglich „Masse statt Klasse“ vorgelegt zu haben. Der Strategie fehlten überdies die Verbindlichkeit und die Sanktionsmöglichkeiten, betonte er..."

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