PNN (Quelle: www.pnn.de)
Artikel: Magdowski will Nothilfe für Sport
"Debatte um Sponsoringpraxis in Potsdam geht weiter / Finanzierung des Kanalsprints in Gefahr
Sportdezernentin Iris Jana Magdowski (CDU) will einen städtischen Rettungsschirm für wegen der Geheimbürgschaften-Affäre der Stadtwerke in Not geratene Sportvereine aufspannen. Wenn ein Verein nachweisen könne, dass wegen der Affäre eine vereinbarte Sponsoringleistung zurückgezogen und dadurch ein ambitioniertes Projekt in Gefahr sei, müsse die Stadt das aus ihrem Etat „vorübergehend auffangen“, sagte sie am Dienstagabend im Sportausschuss. Wenn die Stadt in der Lage sei, einem Fußballdrittligisten wie dem SV Babelsberg 03 mit 700 000 Euro unter die Arme zu greifen, müsse das erst recht für die Vereine des Spitzensports gelten – zumal es sich nur um „Kleckerbeträge“ handele. „Das liegt in unserem ureigensten Interesse“, sagte die Dezernentin...
Unterdessen veranstaltete CDU-Kreischefin Katherina Reiche gestern mit Stadtfraktionschef Michael Schröder ein Treffen mit rund 30 Vertretern Potsdamer Sportvereine. Reiches Motivation: „Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Gewichte bei der Förderung der Sportvereine ungleich verteilt sind.“ Ex-Wasserball-Nationalspieler Andreas Ehrl beanstandet ebenfalls das Ungleichgewicht: „Die Handballer, immerhin in der zweiten Bundesliga, müssen jährlich mit 1800 Euro auskommen.“...
Aus den Sportvereinen erging an den anwesenden Landtagsabgeordneten Steeven Bretz (CDU) die Forderung, sich für den Erhalt der Hauptstadtmittel in Höhe von fünf Millionen Euro, aus denen ein Teil Sportförderung finanziert werde, einzusetzen. Bretz dazu: „Die Dinge, die in Potsdam stattfinden, machen es mir gegenüber den anderen Abgeordneten schwer.“ Potsdam habe ein „Transparenzproblem“. Nicht ohne Grund habe der Landesrechnungshof das Finanzgebaren der Stadt bei der Sanierung des Karl-Liebknecht-Stadions beanstandet...
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MAZ (Quelle: www.maerkischeallgemeine.de)
Artikel: Nach der Stadtwerke-Affäre: Sportvereine befürchten Image-Schaden
"POTSDAM / NAUENER VORSTADT - Die Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen wegen der Finanzaffäre um den Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03 zeigen Wirkung: Es gibt viel Verunsicherung bei Vereinen, den 3000 engagierten Ehrenamtlern und offenbar erste Absagen von Sponsoren. Auch für den Kanalsprint fehlen 25.000 Euro, sagte CDU-Fraktionschef Michael Schröder gestern im Treffpunkt Freizeit vor 40 Vereinsvertretern. „Das sagte mir Jürgen Eschert vom Kanuclub“, so Schröder auf MAZ-Nachfrage. Ob die Stadt die Lücke schließen kann, ist unklar. Sportbeigeordnete Iris Jana Magdowski (CDU) will Vereinen finanziell helfen, denen im Zuge des SVB-03-Debakels „unverschuldet zugesagte Sponsorenleistungen wegbrechen“.
Dieser war Anlass für das Treffen mit Sportlern unter Leitung von Potsdams CDU-Chefin Katherina Reiche. Dabei ging es neben Geldsorgen und der Streichung der Hauptstadtmittel, wovon bisher hauptsächlich Potsdamer Erst-Liga-Teams profitieren, vor allem um die städtische Förderpraxis, für die es laut Anne Pichler vom Stadtsportbund klare Regeln gibt. Trotzdem forderte Unternehmer Andreas Ehrl ein „vernünftiges“ Förderkonzept für den Leistungs- und Breitensport, um den Vereinen langfristig finanzielle Sicherheit zu geben. Für den CDU-Landtagsabgeordneten Steeven Bretz steht fest: In Potsdam wird „an den Betroffenen vorbei entschieden“, jetzt gehe es um „Aufklärung“ und dabei müssten „alle helfen“..."
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