19.04.2013, 20:04 Uhr

19.04.13 | PNN (Quelle: www.pnn.de)
Unverständnis über Potsdamer Schnüffel-Praxis / Jeder dritte Finanzbeamte soll unbefugt Daten abgerufen haben. Nun werden Konsequenzen gefordert

"Mit Unverständnis wird in der Landeshauptstadt auf die jüngst bekannt gewordene Schnüffel-Praxis im Potsdamer Finanzamt reagiert. Während Politiker Konsequenzen fordern, bleiben Prominente gelassen. Nach PNN-Recherchen hatte etwa jeder Dritte der 361 Beamten im Potsdamer Finanzamt unbefugt Steuerdaten etwa von Prominenten, Bekannten oder Nachbarn ohne eigene Bearbeitungszuständigkeit abgerufen...
Auch der Potsdamer Landtagsabgeordnete Steeven Bretz von der oppositionellen CDU, die die Vollkontrolle der Finanzämter als unverhältnismäßig kritisiert hatte, forderte Aufklärung. „Jeder Verstoß gegen das Steuergeheimnis ist einer zu viel. Ich erwarte, dass Behörden auf die Sensibilität der Daten achten“, so Bretz. Sollten sich die Verfehlungen bestätigen, müsse das politische, organisatorische und disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen. Dabei sollte die Datenschutzbeauftragte des Landes, Dagmar Hartge, eingebunden werden..."

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