13.08.2009, 10:30 Uhr

Kreisausschuss bestätigt 13 Bewerber in den Landtagswahlkreisen 21 und 22 als Direktkandidaten
Steeven Bretz kandidiert im Wahlkreis 22

Die Direktkandidaten für die Potsdamer Landtagswahlkreise 21 und 22 stehen fest. Der gemeinsame Kreiswahlausschuss hat gestern für beide Wahlkreise insgesamt 13 Kandidaten zugelassen. Wer von ihnen am 27. September in seinem Wahlkreis die meisten Erststimmen erhält, zieht mit einem Direktmandat in den Landtag ein. Zur jüngsten Landtagswahl am 19. September 2004 holte die SPD mit Klara Geywitz im Wahlkreis 21 und Matthias Platzeck im Wahlkreis 22 beide Direktmandate.

Die Spitzengruppe des Jahres 2004 im Wahlkreis 21 mit Klara Geywitz (SPD/12 330 Stimmen), Anita Tack (Linke/ 11 649 Stimmen) und Wieland Niekisch (CDU/6799) wird nach Mitteilung des Kreiswahlausschusses auch zur bevorstehenden Landtagswahl wieder aufeinander treffen. Neu dabei sind in diesem Wahlkreis, der das Stadtgebiet nördlich der Havel und Babelsberg ohne die neuen Ortsteile umfasst, Marie Luise von Halem (Grüne), die im September 2008 mit 611 Stimmen erstmals in die Stadtverordnetenversammlung kam, sowie Linda Teuteberg (FDP) und Marco Schade (Freie Wähler).

Eine bewegtere Personenkonstellation gibt es im Wahlkreis 22, der das Stadtgebiet südlich der Havel ohne Babelsberg umfasst. Vor der letzten Landtagswahl dominierte dort die damalige PDS (heute Linke), die 1999 mit Lothar Bisky 41,3 Prozent der Stimmen holen konnte, während Angelika Thiel (SPD) mit 34 Prozent nur Platz zwei blieb. Erst Ministerpräsident Matthias Platzeck konnte diesen Wahlkreis im Jahre 2004 mit 12 805 Stimmen (41,3 Prozent) relativ knapp für die SPD entscheiden, gefolgt von Hans-Jürgen Scharfenberg (PDS), der 12 217 Stimmen (39,4 Prozent) bekam. Allerdings wird Platzeck nicht erneut in diesem Wahlkreis antreten. Wie berichtet, schickt ihn seine Partei im uckermärkischen Wahlkreis 11 auf Stimmenfang.

Bis auf Scharfenberg sind im Wahlkreis 22 alle Konkurrenten erstmals Direktkandidaten für eine Landtagswahl. Zugelassen sind laut Kreiswahlausschuss außerdem Mike Schubert, Chef der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Steeven Bretz (CDU), Jürgen Stelter (Bündnisgrüne), Marcel Yon (FDP), Matthias Schröter (Freie Wähler) und Familienpartei-Aktivist Dieter Gohlke, der laut Wahlausschuss als Einzelbewerber antritt.

Favorit unter den Kandidaten ist mit Blick auf die jüngsten Wahlen auf Stadt- und Landesebene Scharfenberg, langjähriger Chef der Linken-Stadtfraktion. Zur Kommunalwahl 2008 gewann er im Wahlkreis IV mit dem Schlaatz und Waldstadt gegen den von der SPD als Spitzenkandidat gesetzten Oberbürgermeister Jann Jakobs klar mit 10 225 zu 6624 Stimmen. Schubert, der im Nachbarwahlkreis V mit Zentrum Ost und der Templiner Vorstadt 3397 Stimmen holte, ist Herausforderer.

Weitere Wettbewerber mit Wahlmeriten sind Gohlke, der 2008 mit 1317 Stimmen erneut in die Stadtverordnetenversammlung einzog, und Steeven Bretz, der zuletzt 2003 als Stadtverordnetenkanditat 350 Stimmen holte.